Bernd Ott GmbH
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Schnelle Antworten rund um Heizung, Sanitär und Fördermittel
Willkommen bei unserer Rubrik FAQs – hier bekommen Sie Antworten auf Ihre Fragen
Das Thema Heiztechnik ist komplex und vielfältig. Immer wieder tauchen Fragen auf – was ist ein hydraulischer Abgleich, wie entlüfte ich meine Heizkörper, wo liegt die optimale Raumtemperatur, was muss ich bei der Lüftung im Winter beachten. Diese Beispiele sind ein kleiner Auszug aus sich immer wiederholenden Fragen unserer Kunden. Deshalb haben wir im Folgenden die am häufigsten gestellten Fragen zusammengetragen und verständlich beantwortet.
Was ist ein hydraulischer Abgleich und wann ist dieser notwendig?
Der hydraulische Abgleich soll sicherstellen, dass alle Heizkörper die richtige Wassermenge erhalten, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten. Der hydraulische Abgleich ist notwendig, wenn bei gleicher Temperatureinstellung die Räume unterschiedlich warm werden oder Heizkörper vollständig oder teilweise kalt bleiben. Ebenfalls ist er vorzunehmen, wenn Einzelkomponenten im Heizungssystem ausgetauscht werden. In Ein- und Zweifamilienhäusern besteht keine gesetzliche Pflicht zur Durchführung. In Mehrfamilienhäusern ab sechs Wohneinheiten ist die Durchführung gesetzlich vorgeschrieben nach einem Austausch der Heizung.
Der hydraulische Abgleich gilt als effektivste Maßnahme zur Heizkostenersparnis und wird dazu noch gefördert.
Was ist der Unterschied zwischen einer Heizungswartung und einem Heizungs-Check?
Bei der Wartung der Heizung geht es um die Überprüfung, ob die Anlage störungsfrei läuft und alle Komponenten einwandfrei funktionieren. Im Fokus wird nach Fehlern und Mängeln in der Anlage gesucht. Um einen Ausfall der Heizung zu vermeiden, werden vorsorglich defekte Teile direkt ausgetauscht. Neben der Funktionsprüfung erfolgt auch eine Reinigung des Wärmeerzeugers. Die Kosten für eine Wartung sind abhängig von der Art der Wärmeerzeugung, den Gegebenheiten vor Ort und eventuellen notwendigen Reparaturen.
Beim Heizungs-Check geht es um das Einsparpotenzial der Anlage. Für das Ergebnis erfolgt die energetische Bewertung der Heizung nach einem standardisierten Ablauf. Der Check unterteilt sich in die folgenden vier Abschnitte: Wärmeerzeuger, Warmwasserbereitung, Wärme- und Warmwasserverteilung und Wärmeübergabe.
Beim Wärmeerzeuger werden die folgenden Aspekte untersucht: Abgasverluste, Wärmeverluste über die Kesseloberfläche, Ventilationsverluste, Brennwertnutzung, Überdimensionierung des Kessels und die Regeleinrichtung.
Nach der Durchführung erhalten Sie konkrete Empfehlungen zu möglichen oder auch notwendigen Optimierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Fragen Sie nach einem Angebot für die Durchführung des Heizungs-Checks regionale Energieanbietern oder Ihren Schornsteinfeger.
Bin ich verpflichtet meine Heizung warten zu lassen?
Die Wartung der Heizung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis empfehlen wir die jährliche Durchführung für eine hohe Betriebssicherheit und Effizienzsteigerung der Anlage.
Wie kann ich meine Heizung entlüften?
Für die Entlüftung Ihrer Heizung müssen Sie die Umwälzpumpe abstellen und die Thermostatventile an Ihren Heizkörpern voll aufdrehen und warten bis sich die Luft im System gesammelt hat. Dann öffnen Sie das Entlüftungsventil am Heizkörper mit einem Entlüftungsschlüssel. Halten Sie ein geeignetes Gefäß unter das Entlüftungsventil und drehen Sie den Schlüssel im Uhrzeigersinn (eine Viertel- bis Halbe Drehung). Mit einem zischenden Geräusch entweicht die überschüssige Luft. Anschließend entweicht Heizungswasser aus dem Ventil, jetzt bitte das Ventil zudrehen. Nach Abschluss der Entlüftung wieder die Umwälzpumpe einschalten und den Wasserdruck der Heizungsanlage überprüfen. Bei einem nicht ausreichenden Wasserdruck muss Heizungswasser nachgefüllt werden.
Hinweis: Entlüften Sie Ihre Heizung nur, wenn Sie konkret Luft im Heizkörper vermuten oder entsprechende Geräusche im Zimmer wahrnehmen. Ein vorsorgliches Entlüften ist nicht empfehlenswert.
Gibt es energiesparende Thermostate?
Grundsätzlich helfen Thermostate unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren. Mit der richtigen Einstellung oder einem Austausch können Sie laut Bundesverband der Heizungsindustrie sogar bis zu 15 Prozent Energie einsparen. Veraltete Thermostate reagieren oft gar nicht oder nur unzulänglich auf veränderte Raumtemperaturen. Deshalb sollten spätestens alle 15 Jahre die Thermostate ausgewechselt werden. Für eine Modernisierung stehen heute eine Vielzahl an unterschiedlichen Thermostaten zur Verfügung. Grundsätzlich unterscheiden wir folgende Thermostatmodelle: manuelles Thermostat, programmierbares Thermostat, smartes Thermostat oder Funk-, Wand- oder Raumthermostat.
Bei einem manuellen Thermostat lässt sich die Raumtemperatur per Drehung einstellen. Aber was bedeuten eigentlich die Zahlen auf dem Thermostat? Als Orientierung entspricht jede Stufe einer Temperaturveränderung um ca. 3–4 Grad Celsius. Im Einzelnen haben die verschiedenen Stufen folgende Bedeutung:
Stufe *: 6 Grad Celsius (Frostschutz – Keller)
Stufe 1: 12 Grad Celsius (Treppenhaus)
Stufe ☽: 14 Grad Celsius (Nachtabsenkung)
Stufe 2: 16 Grad Celsius (Schlafzimmer)
Stufe 3: 20 Grad Celsius (Wohn-, Arbeitszimmer, Küche)
Stufe 4: 24 Grad Celsius (Badezimmer)
Stufe 5: 28 Grad Celsius
Alle anderen Arten von Thermostaten funktionieren nach dem gleichen Schema, werden jedoch digital bedient und gesteuert.
Hinweis: Mit jedem Grad Celsius mehr erhöht sich Ihr Energieaufwand um ca. 6 Prozent.
Welche Raumtemperaturen sind empfehlenswert?
Natürlich hängt die optimale Raumtemperatur von Ihrem individuellen Empfinden ab. Die folgenden Richtwerte dienen zu Ihrer Orientierung:
Wohnzimmer = 20 bis 22 Grad Celsius
Schlafzimmer = 16 bis 18 Grad Celsius
Flur und Küche = 18 Grad Celsius
Kinderzimmer = 22 Grad Celsius
Bad = 23 bis 24 Grad Celsius
Meine Heizung macht Geräusche – wie finde ich die Ursache?
Klackern, plätschern, gluckern, pfeifen, brummen oder klopfen – die Vielfalt der möglichen Geräusche ist unbegrenzt. Die unterschiedlichen Geräusche haben auch unterschiedliche Ursachen. Während das Plätschern, Gluckern und Pfeifen häufig auf Luft im System hinweist kann es sich beim Knacken eher um Dehnungsgeräusche handeln. Das laute Brummen oder Klopfen der Heizung hat wiederum andere Ursachen im Gesamtsystem. Wenn Sie ein störendes Geräusch wahrnehmen überprüfen Sie zunächst, ob alle Halterungen am System festgezogen sind und als Ursache entfallen. Im zweiten Schritt sollten Sie Ihre Heizung entlüften. Macht Ihre Heizung trotzdem weiterhin Geräusche ziehen Sie unbedingt einen Fachmann hinzu.
Kann ich selbstständig Heizungswasser nachfüllen?
Wenn Sie an Ihrem Manometer ablesen, dass ein Nachfüllen notwendig ist, sollten Sie handeln. Natürlich dürfen Sie das Heizungswasser selbstständig nachfüllen, jedoch ist es dann wichtig, sich im Vorfeld über die notwendige Wasserqualität zu informieren. Das Wasser muss bestimmte Kriterien zum Korrosionsschutz und gegen die Steinbildung enthalten. Das Nachfüllen muss über einen Systemtrenner erfolgen, um zu verhindern, dass verkeimtes Wasser aus dem Heizungssystem in das Trinkwassersystem übergehen kann. Maßgeblich ist die VDI-Richtlinie 2035. Um Folgeschäden an der Gesamtanlage sicher zu vermeiden, wenden Sie sich direkt an einen Fachmann.
Weitere Informationen: www.heizung.de
Wie oft sollte ich im Winter lüften?
Wenn Sie sich im Winter zu Hause aufhalten, sollten Sie mehrfach am Tag Stoßlüften für ca. fünf Minuten. Sind Sie nicht zu Hause, reicht es auch morgens und abends einmal komplett die Fenster für fünf bis zehn Minuten zu öffnen. Wenn möglich sollten Sie bestenfalls Querlüften damit die gesamte Luft in den Wohnräumen ausgetauscht wird. Um einen unnötigen Energieverbrauch während dem Lüften zu vermeiden unbedingt vorher die Heizung runterdrehen. Behalten Sie bei Ihrem Lüftungsverhalten auch immer die Luftfeuchtigkeit im Auge, denn diese ist für ein optimales Raumklima sehr wichtig. Bestenfalls nutzen Sie dazu in jedem Raum ein Hygrometer, der automatisch anzeigt, ob die Luftfeuchtigkeit in den Räumen im grünen Bereich liegt.
Verzichten Sie im Winter auf eine dauerhafte Kipplüftung, um ein Auskühlen der Räume oder Schimmelbildung zu vermeiden.
Sollte ich meine Heizung während dem Urlaub ausschalten?
Wenn Sie in den Sommermonaten von Juni bis September auf Reisen gehen, können Sie die Heizung problemlos in den Standby-Betrieb umschalten oder einfach die Thermostate auf die kleinste Stufe einstellen. Anders sieht das während der kälteren Monate von Oktober bis Mai aus. Kühle und frostige Außentemperaturen können bei abgeschalteter Heizung zur Schimmelbildung im Haus führen. Zusätzlich könnten die Wasserrohre einfrieren und im schlimmsten Fall sogar aufreißen. Stellen Sie deshalb die Temperatur auf mindestens 15 Grad Celsius ein, dann sind Sie auf der sicheren Seite.
Aktuelle Förderungen
Seit Jahren werden in Deutschland die Modernisierungen der Heizungsanlagen gefördert. Die Höhe und Art der Förderungen sind abhängig von der Maßnahme. Folgend haben wir Ihnen eine Liste mit Links zu den aktuellen Förderungen zusammengestellt:
Kreditanstalt für Wiederaufbau:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkobtrolle
Stadt Frankfurt am Main
Wir beraten Sie persönlich.